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Mangelernährung im Alter

Mangel- und Unterernährung – wenn diese Begriffe fallen, denkt man meist an Menschen in so genannten Dritte-Welt-Ländern. Kaum jemand weiß, dass viele multimorbide geriatrische Patienten, die sich zu Hause selbst versorgen oder im Pflegeheim leben, untergewichtig oder krankhaft mangelernährt sind. Das heißt, ihr Körper wird nicht mehr ausreichend mit Energie, Eiweiß und lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt. Nach einer Schätzung des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) leidet nahezu jeder 12. der über 60-Jährigen in Deutschland unter chronischer Mangelernährung. Um diesen untragbaren Zustand zu beheben und zu verhindern, dass Mangelernährung für viele Menschen zu einem „Altersschicksal“ wird fordert die Deutsche Seniorenliga in einer gemeinsamen Initiative mit dem Max-Bürger-Institut für Altersforschung eine regelmäßige Überprüfung des Ernährungszustandes älterer Patienten sowie eine entsprechende Schulung des Pflegepersonals.

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Die Deutsche Seniorenliga warnt vor den gravierenden Folgen einer Mangelernährung bei älteren Menschen: Laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährungs-medizin wurden bei Qualitätsüberprüfungen stationärer Pflegeeinrichtungen und ambulanter Pflegedienste durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) deutliche Mängel in der Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung älterer Menschen festgestellt. Die Bilanz ist erschreckend: 41 Prozent der untersuchten Patienten in stationären Einrichtungen und 37 Prozent der untersuchten Patienten, die von ambulanten Pflegediensten betreut werden, bekommen nicht genug oder Ungeeignetes zu essen und zu trinken.