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Wenn die Leistungsfähigkeit nachlässt, schwinden auch Lebensenergie und Lebensfreude

Folgen der Mangelernährung

Die Folgen einer unbehandelten Unter- oder Mangelernährung sind weit reichend. Umfang und Schwere hängen von Ausmaß und Dauer des Nährstoffmangels ab. Unspezifische Symptome wie Schwäche, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Antriebsarmut treten bereits bei einer leichten Mangelernährung auf. Ein anhaltendes Nährstoffdefizit hat starke körperliche Beeinträchtigungen und Störungen wichtiger Organfunktionen zur Folge.

Bei mangelernährten Menschen steigt die Anfälligkeit für Krankheiten. Sie sind zunehmend auf Pflege angewiesen und büßen einen erheblichen Teil an Lebensqualität ein.

Mangel an Energie

Der Körper benötigt kontinuierlich Energie, um all seine lebenswichtigen Funktionen wie Atmung, Stoffwechsel, Kreislauf und Temperaturregulierung aufrechtzuerhalten. Durch geringere Stoffwechselaktivität, aber auch verringerte körperliche Aktivitäten sinkt mit dem Alter der Energiebedarf. Er steigt allerdings in Folge von Erkrankungen und Infektionen erheblich an, so dass, bedingt durch eine unzureichende Nahrungsmenge und veränderte Essgewohnheiten, die ausreichende Energieversorgung häufig nicht gewährleistet ist.

Kohlenhydrate sind die am leichtesten zugängliche Energiequelle. Sie werden bei der Verdauung in Zucker umgewandelt und gelangen in den Blutkreislauf. Ein starker Abfall des Blutzuckers führt zu Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen, Schwächegefühl, sinkender Konzentrationsfähigkeit sowie Sehstörungen.

Fette spielen sowohl als Energielieferanten als auch als Träger von fettlöslichen Vitaminen eine wichtige Rolle bei der Ernährung. Sie können als so genanntes Depotfett gespeichert und bei fehlender Energieaufnahme wieder abgebaut werden.

Eiweiße werden als Grundbausteine von Zellen und Geweben dringend benötigt und sind an verschiedenen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Die unzureichende Eiweißzufuhr wirkt sich deshalb auf viele Funktionsbereiche des Körpers aus: Das Immunsystem wird geschwächt, Wundheilungsvorgänge und Genesung verzögern sich. Langfristig baut sich Muskelmasse ab, so dass neben einer allgemeinen körperlichen Schwäche auch Bewegungsabläufe gestört sind und hierdurch die Gefahr von Stürzen und Knochenbrüchen steigt.

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Mangel an Mineralstoffen- und Spurenelementen

Im Zusammenhang mit einer eiweißarmen Ernährung, beispielsweise durch fleischarme Kost, wird häufig auch der Bedarf an einigen wichtigen Spurenelementen nicht gedeckt. Dies gilt insbesondere für Zink und Eisen. Eisen ist Bestandteil des roten Blutfarbstoffs und kommt unter anderem im Muskeleiweiß und in zahlreichen Enzymen vor. Ein anhaltender Eisenmangel führt dazu, dass der Sauerstofftransport über die roten Blutkörperchen gestört ist. Typische Anzeichen sind neben der Hautblässe Müdigkeit und Erschöpfungszustände.

Zink ist an einer Vielzahl von Stoffwechselreaktionen beteiligt und nimmt eine wichtige Funktion bei der Immunabwehr ein. Ein Zinkmangel wirkt sich deshalb in Form einer erhöhten Infektanfälligkeit und verzögerten Wundheilung aus. Außerdem führt er häufig zu Müdigkeit, Appetitverlust sowie Geruchs- und Geschmacksstörungen.

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Vitaminmangel

Frisches Obst und Gemüse leisten einen wichtigen Beitrag zur Vitaminversorgung. Viele alte Menschen nehmen jedoch nur unzureichende Mengen dieser Lebensmittel zu sich und sind demzufolge mit einigen Vitaminen wie zum Beispiel Folsäure unterversorgt. Außerdem kann der Bedarf an Vitaminen durch Krankheiten und Medikamente erhöht sein.

Vitamine sind notwendig, da ohne diese Substanzen eine große Zahl lebenswichtiger Reaktionen im Organismus nicht stattfinden kann. Entsprechend folgenschwer sind die Mangelerscheinungen. Sie reichen von Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schlaflosigkeit über organische Schäden, Muskelschwäche, Osteoporose und Zellschäden bis hin zu neurologischen Störungen und Depressionen.

Ein Vitaminmangel bleibt im Anfangsstadium allzu oft unbemerkt, da die Symptome zunächst unauffällig sind. Allerdings kann durch eine permanent unzureichende Vitaminversorgung der Grundstein für chronische Krankheiten und ein erhöhtes Infektionsrisiko gelegt werden. Umgekehrt ist eine bedarfsgerechte Vitaminversorgung eine gute Vorbeugung gegen viele Krankheiten.

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Übersicht: Mögliche Folgen einer Mangelernährung

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Skelettmuskulatur
  • Muskelabbau
  • Verlust der Muskelkraft
  • Störungen im Bewegungsablauf
  • Erhöhtes Sturzrisiko, Knochenbrüche
Herzmuskel
  • Verringerung der Herzmuskelmasse und des Schlagvolumens
  • Herzrhythmusstörungen
Lunge
  • Abnahme der Atemmuskulatur
  • Schwächere und kürzere Atemzüge
Immunsystem
  • Schwächung des Immunsystems
  • Erhöhung der Infektanfälligkeit
  • Verzögerung der Genesung
Haut
  • Störung und Verzögerung der Wundheilung
  • Erhöhtes Risiko für Druckgeschwüre und Wundliegen
Gehirn
  • Neurologische Störungen
  • Demenz
Allgemeinbefinden
  • Allgemeine Schwäche
  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Verlust der Lebensfreude

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