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Was bedeutet Mangelernährung?

Der Begriff „Lebensmittel“ kommt nicht von ungefähr: Ohne ein Mindestmaß an Energie und Nährstoffen, die wir über unsere Nahrung aufnehmen, kann unser Organismus seine körperlichen und geistigen Funktionen nicht aufrechterhalten. Führen wir dem Körper nicht ausreichend Nährstoffe zu, drohen Schwächezustände sowie Störungen im Stoffwechsel mit ernsthaften Folgeerkrankungen. Zudem steigt das Risiko für Infekte. Liegt das Defizit an Nährstoffen darin begründet, dass insgesamt zu wenig gegessen wird, spricht man von einer quantitativen Mangelernährung. Der Mangelzustand kann jedoch auch durch die fehlende Qualität der Nahrung verursacht werden. Das bedeutet, dass auf Grund einer unausgewogenen Nahrungszusammensetzung der Bedarf an ganz bestimmten Nährstoffen nicht gedeckt wird.

Sowohl die quantitative als auch die qualitative Mangelernährung beziehungsweise die Gefahr ihrer Entstehung betrifft viele Betagte und Hochbetagte sowie kranke und pflegebedürftige alte Menschen. Während sich eine anhaltende quantitative Unterversorgung in Form einer Gewichtsabnahme deutlich bemerkbar macht, ist der Mangel an speziellen Nährstoffen wie Eiweiß, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen auf den ersten Blick sehr viel weniger offensichtlich.

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Nährstoffbedarf im Alter

Die pauschale Aussage, der Körper brauche im Alter weniger Nahrung, ist ein Trugschluss. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) formulierten zehn Regeln für eine vollwertige Ernährung gelten prinzipiell für alle gesunden Menschen, ganz gleich welcher Altersgruppe. Da jedoch mit zunehmendem Alter der Energieumsatz des Körpers sinkt, werden weniger von denjenigen Nährstoffen benötigt, aus denen der Körper Energie gewinnt. Das sind in erster Linie Kohlenhydrate und Fette. Der Bedarf an Eiweiß, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen bleibt hingegen hoch oder steigt sogar an. Deshalb sollten Nahrungsmittel gewählt werden, die fett- und kalorienarm sind, aber ansonsten eine hohe Nährstoffdichte aufweisen.


Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE
  1. Vielseitige Kost, d. h. angemessene Kombination aus nährstoffreichen und energiearmen Lebensmitteln
  2. Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln
  3. Viel frisches Gemüse und Obst
  4. Täglich Milch und Milchprodukte, ein bis zwei Mal in der Woche Fisch, Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in Maßen
  5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
  6. Zucker und Salz in Maßen
  7. Reichlich Flüssigkeitszufuhr
  8. Essen schmackhaft und schonend zubereiten
  9. Nehmen Sie sich Zeit, genießen Sie Ihr Essen
  10. Achten Sie auf Ihr Gewicht und bleiben Sie in Bewegung

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